Umschließung

Zwei Objekte (1 und 2) sind wie dreidimensionale Intarsien gestaltet. Anders farbige Hölzer sind eingelagert in Holz, Geschaffenes ist umschlossen von Natur. In beiden Objekten korrespondieren die geschwungenen oder (fast) waagerechten Linien der Einlagerungen mit den bewegten oder ruhigen Linien der Naturstücke. Der grobe Klotz birgt das Feingliedrige – und dieses zieht die Blicke auf sich. Die sanft gearbeiteten Brettchen machen auf sich aufmerksam. Unsere Wahrnehmung wird zunächst auf sie fokussiert: Wir sehen, dass das Gefüge nicht gefügig zu sein braucht, die Fugen zeigen Sperrungen, die Passungen zeigen Abweichungen, das Gemachte korrespondiert in seiner Formensprache mit den Maserungen, Kerben und Ritzen des umschließenden Holzes. Auf dieses geht der Blick, wenn der Fokus sich weitet. Man erkennt: Die Einschnitte, die Konstruktion der Intarsien bleiben sichtbar. Die Bearbeitung mach aus der natürlichen Natur die konstituierte Natur, die manipulierte Natur im Sinne des Wortes: die behandelte, die durch das Einwirken der Hände verwandelte Natur.

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